König Fußball
Dezember 26, 2008
Die Chivas sind die meistumjubelte Mannschaft aus Guadalajara:


Von der Krippe bis zum Grabe die Chivas in dir trage! (au!)
Die 10 Gebote der Chivas:

Zzzzzacatecassss
Dezember 26, 2008
… alte Silberstadt, Teil des Weltkulturebenes, gelegen in Halbwüste und im Winter kalt. Für mexikanische Verhältnisse so kalt, dass die Wichtelmode ausgepackt werden musste:

Frühmorgendlicher Blick auf den über der Stadt thronenden cerro de la bufa:

auch der Tauberich nutzt die morgendliche Frische:

…weilst neben ihm ein Engel wacht…

ACHTUNG! der Taco ist vergiftet…

Blick über die Stadt:

Die teleférico:

Abstieg in die Mine „El Edén“, welch bitterer Name. Vorher Eindrücke der Besichtigung einer Lebensmittelfabrik:

Damit der Helm nicht mit allzu viel Kopfschmalz versehen werden möge:

YEAH!
Diese fast unkenntlichen blauschimmernden Gebilde sind das Wasser, das sich einige Ebenen tiefer in der Grube befindet und von Flutlicht gar reizend beschienen wird. Leider versagt da die Kamera…

Altar inmitten des Berges:

Marten mit Pancho Villa auf dem Bufa, bei der Stadt wurde eine wichtige Schlacht während der Revolutionskriege gewonnen:

Alte Bekannte, die nopales

Posing in untergehender Sonne vor den Ausläufern der Stadt:

„Grabstätte berühmter Söhne der Stadt“:

Blick über die

Licht und Schatten






(diese beiden Bilder sind zeitgleich entstanden, sie unterscheidet ein Kippen der Linse ins bzw. aus dem Licht)
Abschließend noch etwas moderne Kunst:

Aguascalientes
Dezember 24, 2008
Aguascalientes, Hauptstadt des gleichnamigen Staates ist berühmt für seine heißen Quellen (ach was Marten). Die Stadt ist nicht so traditionsreich wie andere, eher der Landwirtschaft verpflichtet aber momentan en vogue, vor allem dank zahlreicher Ansiedlungen von Gewerbe aus Gringolandia. Hier dann mal wieder ein Potpourri an Eindrücken. Schwerpunkt soll dabei dieses Mal auf die Kunst gelegt werden:
Die Kathedrale:

Es war gerade zur Zeit des día de la muerte, anlässlich dessen sich die Faszination des Mexikaners für das morbide aufs deutlichste zeigte:

Berühmte Gebäude der Stadt werden hier per Fotomontage mit dem Themas des Tages verknüpft.

Daneben feiert die Stadt eine Zusammenkunft der revolutionären Generäle in ihr im Jahre 1914, wenn mich nicht alles täuscht sind die abgebildeten Herren Pancho Villa, Zapata und Carranza, der die Konkurrenten in den folgenden Jahren aus dem Weg schaffen sollte, Präsident wurde – um dann selbst liquidiert zu werden:

Auch diese Siegessäule spielt mit dem mexikanischen Adler auf den Erfolg (worin er denn auch immer bestehen mag) der Revolution an:

Alle wichtigeren öffentlichen Gebäude in Mexiko besitzen zumindest an den Wänden der Innenhöfe murales, Wandmalereien politischen Typus die die Geschichte oder einzelne Szenen des Landes, Staates oder der Region abbilden:
Die Unterzeichnung der Konstitution von 1917 nach dem Sieg der Revolution:

Gegensätze in den Weltbildern:

Benito Juárez und die Verfassung von 1857, das Regime Diaz (Porifiriato) und seine Günstlinge :

Pancho Villa (sombrero) und Francisco Madero (der mit dem lenineskeschen Spitzbart: die mexikanische Revoultion:

Hidalgo (wirres Haar) und Morelos. Der Kampf um die Unabhängigkeit von der spanischen Krone:

Santa Ana sagt JA zum Verkauf der Gebiete nördlich des Rio Grande. Daneben hatte er natürlich auch vorher einen Krieg gegen den immer größer werdenden Nachbarn verloren… immer noch ein Stachel im Fleische des mexikanischen Volkes:

Der Geldfluss erlaubt zahlreiche Sanierungen:

Ganze Viertel werden aufgemöbelt, aber das strengt an:

Daher brauchen die Papis auch mal nen leckeren lonche (belegtes Brot, normalerweise warm) zum Kräftetanken:

Andere Gegenden erwarten noch sehnsüchtig das update:

.. ob diese finca noch einen Käufer findet oder nicht doch eher der Abriss droht?
In unserm Hostal wurde ein Hotspot des internationalen Terrorismus ausgemacht. Die Wäschekammer wird gleich durch zwei Warnschilder dem Unbefugten schmackhaft gemacht:

…es weihnachtet sehr…
Dezember 23, 2008
Schöner Schmuck… der immer blinkt und funkelt.. leider kann ich die Videos, die ich gedreht habe, nicht hochladen…
nur ein kleiner Eindruck:



„Deutsche“ Weihnachtsfeier

Auch an Weihnachten darf der gallo nicht fehlen:

Kapitalismus live
Dezember 23, 2008
Es leben Angebot und Nachfrage, Oxxo und 7/11 in einem Haus, das ist wie Schlecker und Budni Tür an Tür, da werden zum Wohle des Konsumenten Rabattschlachten zelebriert und Würstchen hinterhergeworfen. Einfach toll!

Schade nur um das alte Haus…
Tianguis en Tonalá
Dezember 23, 2008
Der tianguis ist eigentlich ein Flohmarkt aber hier vermeintlich eine urmexikanische Erfindung noch aus den Zeiten der Azteken. Unser Studienexemplar ist in einem Vorort Guadalajaras befindlich, namens Tonalá.
Wie bei uns kann man sehr schöne Dinge erwerben, wie zum Beispiel diese…. Schafe (?)

Daneben gibt es schmückende Gemälde, hier einen leicht tuntigen Jesus:

… immerhin kann man auf ihn zählen… vielleicht deutet das rosablau auch seine Androginität hin??
Da ein Kreuz in keinem guten mexikanischen Haushalt fehlen darf, entstehen auf den Märkten wahre Wälder von Kreuzen:

Daneben laufen auch einfach geile Papis rum:

Ein Heranzoomen ans T-Shirt lohnt sich…
Für das leibliche Wohl sorgt der Mexikaner stets zum Besten. Hier sopes, letztlich nur die hippe Version von tortillas:

Und ne gute Mutti die Tortillas macht:

Rechtschreibung wird weiterhin nicht SOOO groß geschrieben… immerhin hält man DJ Bobo in großen Ehren, was ja bekanntlich nicht allerorts der Fall ist:

Zwischen Guadalajara und Tonalá liegt ein weiterer Vorort, in dem sich auch der Flughafen befindet, Tlaquepaque gerufen. Hier huldet man der Kunst:


Der angeblich berühmte Sergio Bustamante ist ihr Schöpfer, ein Nachname der manchen Urlaubern noch aus Jamaica bekannt sein dürfte..
Auch um die Musik ist es hier aufs Beste bestellt, mariachis verwöhnen Aug und Ohr im zócalo

Ebenfalls erfolgreich belegt wurde der TG-Kurs bei Frau Schissler:

Plaza central:

Bodas – eine mexikanische Lieblingsbeschäftigung?
Dezember 22, 2008
Ja, da waren es schon zwei Hochzeiten in doch recht kurzer Zeit. Wenn man bedenkt, dass ich in Deutschland in meinem ganzen Leben nur auf einer war, mag man die Affinität des Mexikaners zu diesem Sakrament erahnen. Vorher jedoch
fancy shopping:


Leider hatte das Brautpaar versucht, die Hochzeit europäisch zu gestalten. Abgesehen von dem Essen, das ein absolut langweilig schmeckender Reinfall war, versuchte man auch durch eine „Weinkarte“ einen Eindruck von noblesse zu hinterlassen. Bitte genau hinsehen!

In Schale geworfen, der gute alte Anzug meines Vaters. Gut, dass man den Stilbruch (TENNISSCHUHE!) hier nicht wahrnehmen kann:

Die Damen mit der Braut. Die übrigens eigentlich ganz gut aussieht aber zu ihrem Ehrentag eher hin- als hergerichtet wurde:

Folkloristische Touribelustigung
Dezember 22, 2008
„Ja, wir waren alle Indígenas!“ ist die Botschaft des kunterbunten Festes das es hier zu bestaunen gilt. Das kauft man nicht jedem so ganz ab, aber immerhin ihnen die Touris so manches typisches indigenes Kunsthandwerk. Eine schöne Stadt, dieses San Miguel de Allende:

Die Stadt war richtig schön rappelvoll. Und wer mich kennt, weiß, wie sehr ich Menschenmassen liebe:



Bist schwul oder was?

Der barbarische Nachwuchs:

Die kleinen Stammeskrieger erschöpft nach all der Aufregung:

Ehrfurchtgebietend. Erzürnt? Und was kommt da aus seinem Mund? Leider nur ein Lichtreflex auf meiner Linse, aber man ist das eine fiese Puppe:

Momentaufnahme:

Guadalajara..mittendrin und obendrauf
Dezember 17, 2008
Spaziergänge durch das Zentrum.
Arc de triomphe auf tapatío und mit Spaddel im Vordergrund

Die „plaza tapatía“:

Gemälde Hidalgos (in miesester Qualität) im „palacio del gobierno“. Der Priester war einer der führenden Aufständischen im Jahre 1810 gegen die spanische Kolonialherrrschaft, hier (kaum erkennbar) auf dem Gemälde vertreibt er sie mit einem Flammenschwerte:

Aufstieg zum „Cerro del tesoro“. Zur Sonne, zur Freiheit?!

Blicke auf die Stadt:

Schattenspiele…

und schmieriges Grinsen:

Chapala und Viva Méxixo, cabrones!
Dezember 15, 2008
Begeisterte Tourguides machen Ausflüge in die Umgebung Guadalajaras zu einem Genuss. Der See im Hintergrund heißt wie der Ort Chapala und ist der größte Mexikos:


Die doch recht betrübliche Stimmung war dem Wetter geschuldet, denn es war noch Regenzeit. By the way: Regen habe ich jetzt seit über zwei Monaten nicht mehr gesehen.

Wie hier zu sehen, kann man vor dem See entweder posen oder aber doch schwimmen:

Danach gabs dann lecker Fischessen in Genua, wenn nur nicht einige Leute immer so nervig dozieren müssten:


Zum Abschluss des Tages dann ein Rundgang über die Feierlichkeiten auf einem der zentralen Plätze, trotz strömenden Regens amüsierten sich die Muttis und Papis sehr:



Ausklingen lassen hat man den Tag dann in einer Bar, der Mexikaner feiert sein Land übrigens mit recht drastischen Sprüchen wie !Viva México, hijos de la chingada! (Es lebe Mexiko, Kinder der Gefickten! -> die Erklärung liegt hierbei in der Geschichte des Landes, man sieht sich als Mestizen in der Nachfolge der oftmals gewaltsam erzwungenen Vereinigung von spanischen Eroberern und indigener Bevölkerung, verkörpert in der Figur Malinche)

